Die Projekte

Mädchenwohneinrichtung Schmidstraße

niedrigschwellige Rund-um-die-Uhr Betreuung
- für Mädchen ab 12 Jahren (ISEISE- §§ 27 i.V.m. 34 SGB VIII, im Einzelfall auch für den Personenkreis des § 35a SGB VIII )
§ 30 § 31
 
Büro: Schmidstraße 10,
10179 Berlin
Verkehrsverbindung: U8 Heinrich-Heine-Straße, S5/S7/S9 Jannovitzbrücke
Telefon: 030/ 278 96 98- 20
Telefax: 030/ 278 96 98- 22
e-mail: schmidstrasse@klubheim-berlin.de
Sprechzeiten: Rund- um- die Uhr
Kontaktpersonen: Frau Stravinskaite - Biedermann, Frau Christen, Frau Eiselt

 
 

Das Angebot in der Mädchenwohneinrichtung Schmidstraße - eine niederschwellige Rund-um-die-Uhr Betreuung - ,
richtet sich an junge Mädchen ab 12 Jahren mit gravierenden Verhaltensauffälligkeiten und/oder psychischen Erkrankungen, die:
- durch Rebellion und Entmutigung auffallen und Regeln kaum einhalten (können)
- typischerweise einen hohen Unterstützungsbedarf bei gleichzeitig misstrauischer, ablehnender Haltung gegenüber dem Hilfesystem aufweisen
- sich in kein klassisches Jugendhilfeangebot mehr einfügen lassen (können)
- oft bereits Kontakt mit psychiatrischen Versorgungseinrichtungen hatten
- bereits teilweise oder ganz auf der Straße leben
- Orientierung und Grenzen, Lebensperspektiven und Unrechtsbewusstsein verloren haben
- und unmittelbar von Ausgrenzung und Verwahrlosung bedroht sind
- in Gefahr sind, dauerhaft in kriminelle Szenen, Drogenmileu oder Prostitution abzugleiten.
Fachlicher Ansatz und Methodik:
- Akzeptanzorientierter, niedrigschwelliger Arbeitsansatz in Verbindung mit intensivem, differenziertem Hilfs- und Unterstützungsangebot
- Multiprofessionelles Team (Psychologin, Sozialarbeiterin, ErzieherInnen mit Zusatzqualifikationen)
Einzelfallorientierung, weitgehender Verzicht auf gruppenpädagogische Methoden
- verbindliche Zuständigkeiten
- Schutzfunktion
- Wertschätzende, zugewandte Grundhaltung
- Methodisch integrative Ausrichtung/Einbeziehung der fachlichen Ressourcen der MitarbeiterInnen (z.B. verhaltens- und gestalttherapeutische sowie systemische Elemente, subjektwissenschaftliche Orientierung).
Aufnahmekriterien:
- rasche unbürokratische Aufnahme ohne große Anforderungen an die Jugendliche
- Klärung der Aufnahmebereitschaft und Kostenübernahme bei Anfrage durch das zuständige Jugendamt
- keine verhaltensbedingte Ablehnung durch die Einrichtung (mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch wird bereits Aufnahmebereitschaft signalisiert)
- (Vorläufig) keine Aufnahme bei gravierender psychatrischer Erkrankung und/oder verfestigtem Drogengebrauch, der zunächst eine stationäre Intervention benötigt
- keine Aufnahme gegen den Willen der Jugendlichen
- keine Selbstmelderinnen.
Ziele:
die individuelle Zielstellung wird nur gemeinsam mit der Jugendlichen entwickelt. Übergeornete Ziele der Einrichtung sind:
- Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen
- Entwicklung und Vermittlung von Grundlagen der Kommunikation, des Zusammenlebens, der demokratischen Teilhabe ("basics")
- Stabilisierung der psychischen und physischen Situation
- Auflösung von Entmutigungsopposition (Verweigerung/Versagen/Gewalttätigkeit)
- Sicherung der medizinischen Grundversorgung/ zielgruppenspezifische Gesundheitsprävention.
Mögliche Ziele im Einzelfall
- Beendigung der eingetretenen oder drohenden Verelendung
- Unterstützung bei der Wiederaufnahme des Schulbesuches/Ausbildungsplatzsuche
- Einbeziehung geeigneter Institutionen, Therapie- und Beratungseinrichtungen
- Vermittlung von gewaltfreien Konfliktlösungsmethoden
- Kontaktaufnahme bzw. -pflege mit der Herkunftsfamilie, ggf. Rückführung
- Überleitung in andere Hilfeformen bzw. in selbständige Lebensführung
- Umfassende Unterstützung bei der Entwicklung von neuem Selbstbewusstsein, erweiterten Handlungskompetenzen, persönlichen Lebensperspektiven