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Das Angebot in der Mädchenwohneinrichtung Schmidstraße - eine niederschwellige Rund-um-die-Uhr Betreuung - , richtet sich an junge Mädchen ab 12 Jahren mit gravierenden Verhaltensauffälligkeiten und/oder psychischen Erkrankungen, die: - durch Rebellion und Entmutigung auffallen und Regeln kaum einhalten (können) - typischerweise einen hohen Unterstützungsbedarf bei gleichzeitig misstrauischer, ablehnender Haltung gegenüber dem Hilfesystem aufweisen - sich in kein klassisches Jugendhilfeangebot mehr einfügen lassen (können) - oft bereits Kontakt mit psychiatrischen Versorgungseinrichtungen hatten - bereits teilweise oder ganz auf der Straße leben - Orientierung und Grenzen, Lebensperspektiven und Unrechtsbewusstsein verloren haben - und unmittelbar von Ausgrenzung und Verwahrlosung bedroht sind - in Gefahr sind, dauerhaft in kriminelle Szenen, Drogenmileu oder Prostitution abzugleiten.
Fachlicher Ansatz und Methodik: - Akzeptanzorientierter, niedrigschwelliger Arbeitsansatz in Verbindung mit intensivem, differenziertem Hilfs- und Unterstützungsangebot - Multiprofessionelles Team (Psychologin, Sozialarbeiterin, ErzieherInnen mit Zusatzqualifikationen) Einzelfallorientierung, weitgehender Verzicht auf gruppenpädagogische Methoden - verbindliche Zuständigkeiten - Schutzfunktion - Wertschätzende, zugewandte Grundhaltung - Methodisch integrative Ausrichtung/Einbeziehung der fachlichen Ressourcen der MitarbeiterInnen (z.B. verhaltens- und gestalttherapeutische sowie systemische Elemente, subjektwissenschaftliche Orientierung). Aufnahmekriterien: - rasche unbürokratische Aufnahme ohne große Anforderungen an die Jugendliche - Klärung der Aufnahmebereitschaft und Kostenübernahme bei Anfrage durch das zuständige Jugendamt - keine verhaltensbedingte Ablehnung durch die Einrichtung (mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch wird bereits Aufnahmebereitschaft signalisiert) - (Vorläufig) keine Aufnahme bei gravierender psychatrischer Erkrankung und/oder verfestigtem Drogengebrauch, der zunächst eine stationäre Intervention benötigt - keine Aufnahme gegen den Willen der Jugendlichen - keine Selbstmelderinnen. Ziele: die individuelle Zielstellung wird nur gemeinsam mit der Jugendlichen entwickelt. Übergeornete Ziele der Einrichtung sind: -
Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen - Entwicklung und Vermittlung von Grundlagen der Kommunikation, des Zusammenlebens, der demokratischen Teilhabe ("basics") - Stabilisierung der psychischen und physischen Situation - Auflösung von Entmutigungsopposition (Verweigerung/Versagen/Gewalttätigkeit) - Sicherung der medizinischen Grundversorgung/ zielgruppenspezifische Gesundheitsprävention. Mögliche Ziele im Einzelfall - Beendigung der eingetretenen oder drohenden Verelendung - Unterstützung bei der Wiederaufnahme des Schulbesuches/Ausbildungsplatzsuche - Einbeziehung geeigneter Institutionen, Therapie- und Beratungseinrichtungen - Vermittlung von gewaltfreien Konfliktlösungsmethoden - Kontaktaufnahme bzw. -pflege mit der Herkunftsfamilie, ggf. Rückführung - Überleitung in andere Hilfeformen bzw. in selbständige Lebensführung - Umfassende Unterstützung bei der Entwicklung von neuem Selbstbewusstsein, erweiterten Handlungskompetenzen, persönlichen Lebensperspektiven
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